Bodenrichtwerte Berlin
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Bodenrichtwerte Berlin: Wie viel ist Ihr Grundstück wert?
Es ist kaum überraschend, dass die Grundstücke in Berlin einen kontinuierlichen Wertanstieg erleben. Wer in der Vergangenheit die Möglichkeit genutzt hat, in den Berliner Immobilienmarkt zu investieren, kann sich glücklich schätzen. Möchten Sie wissen, wie viel Ihr Grundstück heute wert ist, ist der Bodenrichtwert ein guter Anhaltspunkt dafür. Wir verraten Ihnen, wie sich der Bodenrichtwert in Berlin ermitteln lässt und wie sich die Grundstückspreise in den Berliner Bezirken entwickeln.
Was bedeutet der Bodenrichtwert?
Der Bodenrichtwert ist ein Richtwert für Grundstückswerte. Er gibt an, welcher durchschnittlicher Wert (in Euro) für ein Grundstück gilt. Dieser Wert wird pro Quadratmeter berechnet und bezieht sich auf Grundstücke, die nicht bebaut sind. Das jeweilige Gebiet, auf den sich der Bodenrichtwert bezieht, wird in begrenzte Bodenrichtwertzonen unterteilt, welche im städtischen Bereich oft in die jeweiligen Stadtteile oder Stadtviertel gegliedert werden – so auch in Berlin.
Welche Funktion hat der Bodenrichtwert?
Mithilfe der Bodenrichtwerte möchte der Gutachterausschuss Transparenz auf dem Immobilienmarkt schaffen. Mit dem ermittelten Bodenrichtwert kann der Verkehrswert eines Grundstücks besser eingeschätzt werden, um schließlich dessen realistischen Marktpreis zu bestimmen.
Dies ist sowohl für Käufer als auch für Eigentümer relevant, denn beide Parteien sind an dem Verkaufspreis interessiert, der sich mit dem Grundstück erzielen lässt – besonders dann, wenn das Vergleichswertverfahren nicht angewendet werden kann, da es keine aktuellen Vergleichswerte für die Bewertung gibt.
Außerdem ist der Bodenrichtwert für die Behörden eine Bemessungsgrundlage für die Besteuerung. Das Finanzamt ermittelt daraus einen Einheitswert für die jährliche Grundsteuer und bestimmt die Steuerlast bei Erbschaft und Schenkung auf Basis des Wertes.
Somit ergeben sich mehrere Möglichkeiten für die Nutzung der Bodenrichtwerte:
- Hausverkauf
- Hauskauf
- Steuerliche Bemessungsgrundlage
- Vermögensverwaltung bei Erbschaft, Schenkung oder Scheidung
Wie wird der Bodenrichtwert ermittelt?
Für die präzise Ermittlung sollten die Grundstücke in einer Bodenrichtwertzone in Art und Nutzung größtenteils übereinstimmen. Hierbei werden repräsentative und wertbeeinflussende Merkmale eines Grundstücks herangezogen, welches als Richtwertgrundstück für die jeweilige Region gilt.
Solche wertbeeinflussenden Faktoren sind zum Beispiel:
- Entwicklungszustand: Inwiefern ist Grundstück für bauliche Nutzung bereit?
- Erschließungszustand: Ist Grundstück mit Verkehrs- und Versorgungsanlagen verbunden?
- Lage
- Tragfähigkeit des Bodens
- Beschaffenheit des Bodens
- Umwelteinflüsse – z.B. Einfall des Sonnenlichts
- Entfernung zu größeren Straßen
Der Bodenrichtwert wird dann aus dem Durchschnitt der tatsächlichen Grundstücks-Kaufpreise ermittelt, die in den jeweiligen Bodenrichtwertzonen in einer bestimmten Zeitspanne durch Verkäufe erzielt wurden. Der errechnete Preis stellt den reinen Grundstückswert dar und wird in Euro pro Quadratmeter angegeben. Ist das Grundstück jedoch bebaut, werden die Werte so angepasst, als ob es unbebaut wäre.
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Wo erscheinen die Bodenrichtwerte?
Die Bodenrichtwerte sind in Bodenrichtwertkarten oder Bodenrichtwerttabellen einsehbar. Jeder Bürger kann auf Wunsch Auskunft über die Bodenrichtwerte eines Grundstücks bekommen, indem er bei Bau-, Vermessungs- oder Katasterämtern nachfragt oder online danach sucht.
Für Berlin werden die Bodenrichtwerte im Bodenrichtwertinformationssystem BORIS Berlin online veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein interaktives System, das Nutzern erlaubt, die Bodenrichtwerte für jede Straße in Berlin abzufragen.
Wie liest man eine Bodenrichtwertkarte?
In einer Bodenrichtwertkarte werden verschiedene Werte angegeben.
- Bodenrichtwert: durchschnittlicher Preis pro Quadratmeter Grundstück
- Nutzungsart: hauptsächliche Verwendung der Fläche
- Geschossflächenzahl (GFZ): Verhältnis von der Geschoss- zur Grundstücksfläche
- Identifikationsnummer: eindeutige Zuordnung jeder Bodenrichtwertsfläche